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Odysseus und Kalypso: wo ist Ogygia, ihr Liebesnest, verschwunden?

Die Dichtung der Odyssee nennt real existierende, dem Homer bekannte, Stätten, die auf einer Landkarte auf den von Odysseus eingeschlagenen Kurs hinweisen, nachdem er dem Strudel von Charybdis (Meerenge zwischen Sizilien und Kalabrien) entkommen war. Bevor diese Route die Insel der Faeaker (Kerkyra, also Corfu) erreicht, wo Odysseus Schiffbruch erlitt und erschöpft auf dem Strand von Arillas einschlief, und schliesslich in Ithaka endet, wird sie in der geheimnisumwobenen Insel Ogygia unterbrochen, wo der griechische Held sieben Jahre bei der reizvollen Nymphe Kalypso weilte.

Diese Insel muss also irgendwo im windgeschützten Golf von Tarent gesucht werden. Hier finden wir zwei weitere mythische Stätten: ein anderer Strudel vor der Küste die vom Pollino-Massiv beherrscht wird, zwischen dem griechischen Amendolara und dem urgeschichtlichen Trebisacce; und der Mündung des Vena-Bachs (heute: Avena), der an die Sage der Nymphe Leukothea erinnert, einem Opfer der Lüsternheit des Jupiters und der Eifersucht der Juno.
Mythos, Geschichte und Geheimnis sind hier eng miteinander verflochten.


Eine sagenumwobene Gegend

Jener Strudel, berichtet der Historiker Aelianus (2.-3. Jhdt n.Chr.), soll die Ursache der unerwarteten Versenkung der aus 300 Schiffen bestehenden Flotte, die Dionysos d. A., Tyrann von Syrakus (430-367 v.Chr.) gegen die Stadt Thurii entsandt hatte: eine Katastrophe, die sich gerade in dieser Ecke des Golfes, dem Sinus Thurinus, also in der Nähe der reichen Stadt Sybaris, ereignete.


Ogygia, wie Utopia, ein Ort den es nicht gibt? Und doch finden wir auf Landkarten des 17. Jahrhundert eine Insel, meistens mit diesem Namen, manchmal als Monte Sardo eingezeichnet. Auf späteren Karten erscheint Monte Sardo nicht mehr: vielleicht ist es, wie die historisch dokumentierte Insel Ferdinandea, durch Erosion oder Bradysismus versunken. Tatsächlich befindet sich genau an der betreffenden Stelle, 11 Seemeilen von der Küste entfernt, eine grosse Untiefe, die auf Seekarten "Untiefe von Amendolara" bezeichnet wird, und zwar genau gegenüber dem Landgut, das deshalb nach Ulysses und Kalypso benannt wurde.


Auf dieser Sandbank wurden Überreste von Holzwracks und ein Anker des syrakusischen Typs aus dem 4. Jahrhdt v. Chr. geborgen. Daraus könnte man schliessen, dass die Insel der Kalypso und die Flotte des Tyrannen Dionysos gemeinsam auf dem seichten Meeresboden liegen, unweit des Strudels gegenueber der Küste zwischen Amendolara und Trebisacce. Und in dessen Nähe befindet sich die Mündung des Avena-Bachs (früher: Acqua della Vena, Ader-Wasser), wo die Sage den Wohnsitz der Leukothea, auch Ino genannt, vermutet.



Leukothea war eine der vielen Nymphen, die wegen ihrer Schönheit die Aufmerksamkeit des Zeus auf sich lenkten. Da sie aber der Hera ergeben war, weigerte sie sich, den Gelüsten des Königs des Olymps nachzugeben. Es ging so weit , dass dieser sie eines Tages in einem Zornausbruch ins Meer schleuderte. Während sie in die Fluten stürzte, empfahl sie sich der Hera die, erkenntlich ihrer Treue (o: um ihre Treue zu belohnen), sie in einen wundersamen Springbrunnen verwandelte.


Nach der Überlieferung, soll sie in der Nähe des Ufers ins Ionische Meer gestürzt sein, und zwar gegenüber des Turmes von Albidona (also auch des Landguts Acciardi). Früher gab es hier unweit der Küste nicht nur einen Strudel, sondern einen Süsswasser-Springbrunnen, der aus dem Meer emporstieg; daraus sollen sich vorbeifahrende Schiffe sogar mit Trinkwasser versorgt haben. Dieser Leukothea hat Homer, wie wir gleich sehen werden, in der Endphase der Reisen des Odysseus eine Rolle zugewiesen.


Auf Ogygia verbringt Ulysses einen grossen Teil der zehn Jahre seiner ... Odyssee. Aber sein Verlangen nach der Heimat überwiegt. Umsonst bietet ihm Kalypso, sollte er bei ihr verbleiben, die Unsterblichkeit an. Auf Drängen der Athena, schickt Zeus den Hermes mit der Botschaft an Leukothea, sie soll Odysseus gehen lassen und ihm auch den Seeweg weisen: immer den Orion im Auge behalten, und den Grossen Wagen links liegen lassen.





Dies klingt wie ein weiterer Beweis für die hier angenommene Standortbestimmung der Ogygia: wenn wir nämlich, wie Odysseus nach den Weisungen der Kalypso, von der Untiefe vor Amendolara zu den Ionischen Inseln segeln wollten, würden wir ebendiese Route Richtung Osten nehmen.

Welche Rolle spielt Leukothea in diesem Zusammenhang? Sie ist es, die Odysseus zur Hilfe eilt, als der Meeresgott Poseidon einen Sturm auslöst, um ihm den Weg in die Heimat zu versperren: sie fliegt zu ihm in Form eines Sturmvogels, rät ihm das Boot seinem Geschick zu überlassen und seine Kleider abzulegen, und schenkt ihm ihren Zauberschleier, dem er seine Rettung verdanken wird: so Homer.


 


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